Jänner Foto

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Jänner

Zwischen ruhen, ruhen und nochmals ruhen komme ich mit meinen Nachbarn ins Gespräch und man erzählt mir, dass meine Bleibe in doppelter Hinsicht wie ein Lottogewinn ist: Hier werden nämlich keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Insektizide oder dergleichen eingesetzt, sondern ausschließlich elementare Mittel, wie Schwefel und Kupfer.
Außerdem freut sich mein Winzer, wenn er unsere Artgenossen bemerkt. Ich freue mich schon sehr auf den Frühling, damit ich endlich diese Menschen, die das Herz noch am rechten Fleck tragen, endlich kennen lernen kann!

Feber Foto

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Feber

Meine Güte! Was ist das für ein wohlig warmes Gefühl mit vielen hunderten meiner Freunde gemeinsam in den Ritzen eines Weinstocks zu schlummern! Unser Schlaf wurde nur durch ein paar freundlich klingenden menschlichen Stimmen gestört. Von der Ferne hörte ich eine dunkle Stimme rufen: „Es dürfen nur 2 Fruchtaugen übrigbleiben, ansonsten muss sich das Grundpotential auf zu viele Trauben verteilen!“ Dann hörte ich noch eine hellere Stimme:“ Ich binde jetzt den Bogen des Rebstocks an!“
Die anderen Marienkäfer erzählen mir, dass die Menschen den Rebschnitt durchführen. Das heißt für mich: die bringen meinen zu Hause auf Vordermann!
Beruhigt drehe ich mich noch einmal auf die andere Seite und träume noch eine Weile von einer dicken, fetten Blattlaus.

März Foto

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März

Wissen Sie, wie mich der Winzer heute genannt hat? Nützling!
Mit einer Frau die eine Brille auf der Nase hatte und mir sofort sympathisch erschien, begutachtete mein Bio Winzer mein zu Hause. Er erzählte der Frau von einem ganzheitlichen Anbausystem und dass Ökowinzer auf einen biologisch aktiven Boden setzen. Dann erzählte er, dass er seine Reben vor Schädlingen und Krankheiten schützt, indem er Nützlinge (also mich!) fördert. Ich mag diesen Ökowinzer!

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April

Die schon wärmenden Sonnenstrahlen treiben mich aus den Ritzen des Weinstocks. Jetzt muss ich doch mal nachsehen, was aus meinem Weingarten so geworden ist. „Gearbeitet haben die Menschen sehr ordentlich, denke ich mir, „denn die Weinreben spannen einen schönen Bogen von einer Säule zu nächsten.“ Bei genauerer Betrachtung fällt mir auf, dass an den Reben schon die ersten Knospen spießen. Die Weinreben schlagen aus und auch ich habe sozusagen Schmetterlinge im Bauch... ich hab da nämlich jemanden kennen gelernt!

Mai Foto

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Mai

Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick und seit einiger Zeit sind wir schon ein Paar. Da wir beide Kinder sehr gerne haben kann ich es nun auch öffentlich sagen: wir werden ganz viele Marienkäferbabies bekommen! Wir haben jede Menge zu fressen und unser Weingarten entwickelt sich prächtig! Die ersten Knospen sind auf den Weinstöcken schon zu erkennen und es wird nicht lange dauern, da werden auch schon die ersten jungen Blätter sich entfalten!

Juni Foto

Juni

Juni

Mein Ökowinzer hat in diesen Tagen viel zu tun. Das Gras zwischen den Reihen wächst und wächst. Das gefällt meinem Winzer gar nicht so gut, denn kaum ist das Gras ein etwas höher als 10 cm, schon kommt er mit lautem Getöse angefahren und mäht das Gras.
„Es sei zu gefährlich“, sagt er, „weil sich in dem hohen Gras zu viele Schädlinge einnisten können.“ Da kann ich mit meiner inzwischen fast 50-köpfigen Familie aushelfen: wir fressen für unser Leben gern!

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Juli

Richtig heiß ist es geworden, hier im Südburgenland in den Weinbergen der Familie Müllner. Fast täglich kommt mich die Familie nun besuchen, wobei mein Winzer immer öfter einen kritischen Blick auf die Entwicklung der Trauben richtet. Die Beeren wachsen auf engstem Raum und in dieser Wachstumsphase setzt die Einlagerung von Zucker ins Fruchtfleisch ein.

Triebe werden festgebunden, um sie vor Wildbruch zu schützen.

Heute waren einige Menschen im Weingarten und haben viele Blätter von den Reben geschnitten, um die Durchlüftung zu fördern. Ich persönlich finde das sehr gut, denn ich habe seither einen besseren Ausblick von meinem Schlafgemach! Ausserdem kommt nun mehr Sonne auf die Trauben.

August Foto

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August

Gestern bin ich durch die Weinreihen geflogen, um nach dem Rechten zu sehen. Da fiel mir auf, dass mein Winzer anfing, grüne Trauben vom Weinstock zu schneiden! Ist denn das die Möglichkeit?!

Mein langjähriger Nachbar erklärte mir dann, dass es sich hierbei um die sogenannte „grüne Lese“ handelt. Denn durch das Entfernen einiger schon erbsengroßen Beeren, erhalten die verbleibenden Beeren mehr Kraft.

Somit erreichen die anderen Beeren eine bessere Qualität. „Sie wissen offenbar ganz genau, was sie tun“, denke ich erleichtert und schaue dem Treiben gelassen zu.

September Foto

September

Zwischen ruhen, ruhen und nochmals ruhen komme ich mit meinen Nachbarn ins Gespräch und man erzählt mir, dass ich meine Bleibe in doppelter Hinsicht wie ein Lottogewinn ist: Hier werden nämlich keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Insektiziden und dergleichen eingesetzt, sondern ausschließlich elementare Mittel, wie Schwefel und Kupfer.
Außerdem freut sich mein Winzer, wenn er unsere Artgenossen bemerkt. Ich freue mich schon sehr auf den Frühling, damit ich endlich diese Menschen, die das Herz noch am rechten Fleck tragen, endlich kennen lernen kann!

Oktober Foto

Oktober

Zwischen ruhen, ruhen und nochmals ruhen komme ich mit meinen Nachbarn ins Gespräch und man erzählt mir, dass ich meine Bleibe in doppelter Hinsicht wie ein Lottogewinn ist: Hier werden nämlich keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Insektiziden und dergleichen eingesetzt, sondern ausschließlich elementare Mittel, wie Schwefel und Kupfer.
Außerdem freut sich mein Winzer, wenn er unsere Artgenossen bemerkt. Ich freue mich schon sehr auf den Frühling, damit ich endlich diese Menschen, die das Herz noch am rechten Fleck tragen, endlich kennen lernen kann!

November Foto

November

Zwischen ruhen, ruhen und nochmals ruhen komme ich mit meinen Nachbarn ins Gespräch und man erzählt mir, dass ich meine Bleibe in doppelter Hinsicht wie ein Lottogewinn ist: Hier werden nämlich keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Insektiziden und dergleichen eingesetzt, sondern ausschließlich elementare Mittel, wie Schwefel und Kupfer.
Außerdem freut sich mein Winzer, wenn er unsere Artgenossen bemerkt. Ich freue mich schon sehr auf den Frühling, damit ich endlich diese Menschen, die das Herz noch am rechten Fleck tragen, endlich kennen lernen kann!